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Kleines „englisches“ Turnier 1 x 1
Es gibt 3 Kategorien: C, B und A Wobei Kategorie C fĂĽr Einsteiger etc. ist und A sozusagen fĂĽr die Profis
Beginnen wir mit der Kategorie C Hier fängt alles für die ganz Kleinen an – im DRESSURVIERECK: Beginnend mit der Führzügel-Klasse, wobei ein Pferd/Pony von einem älteren Teilnehmer geführt wird und ein Kind (ab 4 Jahren) reitet. Schritt und Trab werden hier verlangt, wobei niemand böse ist, wenn einer der Teilnehmer nicht traben möchte. Die Bewertung ist hier recht schwer und die „Vorstellung“ also das Outfit des Führers und des Reiterkindes ist mit entscheidend. Danach geht es weiter mit dem Einfachen Reiterwettbewerb – hier muß jeder Reiter sein Pferd ohne Führer vorstellen – gewertet wird rein der Sitz und die Einwirkung des Reiters. Hilfszügel sind noch erlaubt. Geritten wird diese Prüfung (wie auch die Führzügel-Klasse in einer Abteilung mit bis zu 10 Reitern). Und schon sind wir beim Dressurreiter-Wettbewerb. Auch hier sind noch Hilfszügel erlaubt, ebenso kommt es auf den Sitz und die Einwirkung des Reiters an, jedoch sind die Anforderungen schon höher ausgelegt und schon wie in der nachfolgend erklärten E-Dressur, wird in kleinen Abteilungen mit höchstens 4 Reitern geritten. Also denn zur E-Dressur. Hier sind keine Hilfszügel erlaubt, vorrangig werden auch hier Sitz und Einwirkung des Reiters bewertet, aber auch schon das „am Zügel gehen“ des Pferdes. Relativ einfache Lektionen wie Schritt-Trab, Trab-Galopp-Übergänge, Zirkel, etc. werden hier abgefragt. Und auch hier, wird in Abteilungen bis zu 4 Reitern geritten. Ab der E-Dressur sind die Aufgaben in einem speziellen Buch (FN – Aufgabenheft) hinterlegt und werden bereits in der Ausschreibung festgelegt. In der kompletten Kategorie C wird keine Leistungsklasse verlangt – starten kann man mit den LK 0 und in den E-Prüfungen auch mit LK 6 (die alle zu erklären, ist sehr aufwändig – aber bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung nachzulesen)
Auf dem Springplatz laufen folgende Prüfungen: Erstens: der Springreiterwettbewerb. Hier wird ausschließlich der Sitz und die Einwirkung des Reiters (gleich bleibendes Tempo im Parcours, Entlastungs- (Leichter-) Sitz, weiches mitgehen über dem Sprung, etc.) bewertet. Die Höhe der Sprünge liegt bei ca. 90 cm – wobei einige Parcourschefs auch niedriger bauen. Nachfolgend die E-Springen, die als Stafetten-, Stil-, Mannschafts-, 2-Phasen- oder Zeitspringen ausgeschrieben sein können. Stafettenspringen wird zu Zweit geritten, meist mit Gertenübergabe als Stafette. Gewertet wird nach Fehlerpunkten (Abwürfen) und Zeit. Stilspringen wieder per Reitersitz und Einwirkung (wie auch zuvor im Springreiter-WB) und wird in Wertnoten ausgedrückt. Die Mannschaftsspringen werden mit 3-4 Reitern gestartet, bei 4 Reitern gibt es ein Streichergebnis, d.h. das Ergebnis des schlechtesten Starters wird nicht gewertet. Wenn sich nur 3 Reiter zusammen gefunden haben, werden eben alle 3 gewertet. Die Mannschaft mit den geringsten Fehlerpunkten gewinnt, bei Punktgleichkeit entscheidet die Zeit. Bei einem 2-Phasenspringen reitet man einen Normalparcours (ca. 6-7 Hindernisse) und bei fehlerfreiem Ritt bis dahin, direkt über den Stechparcours (meist nochmals 4-5 Hindernisse). Wobei es in der 1. Phase hauptsächlich um Fehlerfreiheit geht, muss man schon im Stechparcours „auf die Tube drücken“, denn da geht’s dann – wer schneller ohne Fehler bleibt, gewinnt.
Und schon sind wir bei der Kategorie B Da sieht es mit den Prüfungen auf dem Dressurplatz ähnlich aus, wie in der Kategorie C. Hier gibt es die A- und L-Prüfungen (zur Erklärung: E=Einsteiger, A=Anfänger, L=Leicht, M=Mittelschwer und S=Schwer). A-Dressur, Dressurreiter-Wettbewerb der Klasse A, L-Dressur und Dressurreiterwettbewerb der Klasse L. Wieder in den Dressurreiter-Wettbewerben vorrangig Sitz und Einwirkung des Reiters in den Dressuren Sitz, Einwirkung des Reiters, Losgelassenheit des Pferdes, Schwung und Reinheit der Gänge….. sind hier die Bewertungskriterien. Allerdings sind ab Kategorie B in der Dressur keine Hilfszügel mehr erlaubt und ab L-Dressur häufig die Prüfungen auswendig zu reiten. Lektionen in den A-Dressuren u.a. Schritt, Trab, Galopp, Übergänge Schritt-Trab, Trab-Galopp, Verstärkungen wir Mitteltrab und Mittelgalopp. Bei der L-Dressur noch u.a. hinzu kommend: Aussengalopp, Hinterhandwendungen, Einfache Galoppwechsel, Versammelte Tempi. Prüfungen in der L-Dressur teilweise bereits auf Kandare und nur noch alleine (Ausnahme ab und an die Dressureiterprüfungen der Klasse L, die der Veranstalter z.B. bei zu hohen Nennungszahlen auch zu zweit reiten lassen kann). Im Parcours der Klasse A, sind auch wieder die unter E-Springen aufgeführten Prüfungen möglich, mit den gleichen Richtverfahren, jedoch die Hindernisse entsprechend höher. In der Kategorie B kann nur noch mit einer Leistungsklasse geritten werden, in den A-Prüfungen (teilweise – je nach Ausschreibung) mit LK 4,5 und 6, in L-Prüfungen (ebenfalls nach Ausschreibung) mit den LK`s 4 und 5.
Und weiter mit der Kategorie A und da wird’s dann wirklich schwer Hier gibt es nur noch die M- und S-Prüfungen, die Dressuren nur noch auf Kandare und als Einzelaufgaben, M-Dressuren schon teilweise auf 20x60m-Vierecken, S-Dressuren nur noch auf 20x60m. Anforderungen M-Dressuren hinzu kommend: Fliegende Galoppwechsel, Verstärkungen zum starken Schritt, Trab und Galopp, Traversalen, Schulterherein, etc.. In der S-Dressur dann u.a. die Pirouetten, fliegende Einer-Galoppwechsel, Piaffen und Passagen (siehe Fernsehen – Isabell Werth etc.).
Im Springen verändern sich die Prüfungen kaum noch, dort sind einfach die Abmessungen die den Schwierigkeitsgrad bemessen. Die Hindernisse werden breiter und höher, die Anzahl der zu überwindenden Hindernisse steigt mit dem Schwierigkeitsgrad.
Es gibt übrigens auch noch in der Kategorie B die Jungpferde-Prüfungen, wo die Rittigkeit im Parcours wie im Viereck geprüft wird, der Reitersitz ist weniger entscheidend, wenn auch ein "Kartoffelsack“ nicht unbedingt gerne gesehen wird.
Die Vielseitigkeitsprüfungen, die es in allen Kategorien gibt, setzen sich aus Dressur, Springen und Geländestrecke zusammen, die (teilweise auch noch extra einzeln gewertet werden) für die gesamte Prüfung aber zusammengefasst gewertet werden. Je nach Ausschreibung gibt es hier auch schon mal die Möglichkeit, nur einzelne Teilprüfungen zu reiten oder auch reine Geländeritte. In den Geländeritten sind im Gegensatz zum Parcours die Hindernisse fest und nur aus Naturmaterialien (Baumstämme, Holzstösse, Bänke, Futterraufen, Wälle, etc.).
Auf einzelne SpezialprĂĽfungen (wie das Hamburger Derby) sollte jetzt nicht weiter eingegangen werden, das wĂĽrde den Rahmen sprengen.
Susanne Kulle
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